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Info / Einrichtungen / EDV-Ausstattung / Geschichte

EDV-Geschichte der Philipp-Reis-Schule

In diesem Fach kann die PRS auf eine sehr lange Tradition zurück blicken. Schon im Jahr 1984 wurde auf Betreiben der Fachschaft Mathematik der Beschluss gefasst, Computer für den Unterricht anzuschaffen. Nach einer Bestandsaufnahme der auf dem damaligen Markt verfügbaren Geräte einigte man sich auf Computer des Typs "Schneider CPC" (siehe Bild), da diese über ein integriertes Kassettenlaufwerk zur Datenspeicherung und ein leistungsfähiges BASIC (Beginners All Symbolic Instruction Code) als Programmiersprache verfügten.

Da schon im ersten Schritt acht Geräte gekauft wurden, konnten auch größere Lerngruppen im Unterricht damit arbeiten. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Bildbearbeitung waren damals noch Begriffe, die niemand kannte. Unterrichtet wurde das Programmieren in BASIC und dieses war schwerpunktmäßig auf die Lösung mathematischer Probleme mit Hilfe selbst geschriebener Programme ausgerichtet. Neben dem Einsatz im Mathematikunterricht wurde mit den Geräten auch im Wahlpflichtunterricht und in Arbeitsgemeinschaften gearbeitet (programmiert).
MIt der Verbreitung der PC-Linie von IBM und MS-DOS als Betriebssystem sah sich die Schule schon bald der zwingenden Notwendigkeit ausgesetzt, neue Geräte anzuschaffen. Die Wahl fiel 1988 auf ein Modell der Firma Hewlett Packard, die schon zur damaligen Zeit mit besonders günstigen Konditionen für Schulen auf dem Markt vertreten war. Das Modell HP 150 (siehe Bild), besaß ein intergriertes Diskettenlaufwerk und nutzte als Betriebssystem MS-DOS. An zusätzlichen Programmen wurde für Textverarbeitung "Wordstar", für Tabellenkalkulation "Multiplan", für Datenbankverwaltung "DBase" und als Programmiersprache "Turbo Pascal" geliefert. Von diesem Gerätetyp wurden acht Maschinen für die Nutzung durch die Schülerinnen und Schüler, ein Gerät als Lehrerarbeitsplatz mit einer Festplatte (gigantische fünf MegaByte) sowie drei Nadeldrucker und ein DIN-A3-Plotter gekauft.

Neben den immer noch sehr stark programmierlastigen Informatikkursen (mit Turbo-Pascal) konnten jetzt jedoch auch Kurse mit dem Schwerpunkt "Anwendersoftware" angeboten werden. Damit wurde relativ schnell klar, dass die vorhandene Ausstattung bei weitem nicht ausreichte, um der wachsenden Nachfrage nach EDV-Unterricht gerecht zu werden. Ein zweiter EDV-Raum mußte ausgestattet werden. Da man mit der ersten Generation der Schneider-Computer recht gute Erfahrungen gemacht hatte, wurden für den zweiten Raum wiederum Geräte dieser Firma ins Auge gefasst. Das Gerät von Schneider, das zur damaligen Zeit ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bot war der sogenannte Euro-PC (siehe Bild), der ein integriertes Diskettenlaufwerk und einen Erweiterungssteckplatz besaß.
1991 wurde der zweite Raum mit neun Computern dieses Type in Betrieb genommen. Parallel zu der Entwicklung im Ausstattungsbereich wurden auch die Inhalte des zweijährigen Informatikunterrichts in der Sekundarstufe I modifiziert. Standen bis dato vorwiegend Programmierkurse im Vordergrund, wurden jetzt gemäß den Vorgaben durch eine Lehrplanempfehlung des Hessischen Kultusministeriums stärker anwendungsbezogene Inhalte aufgegriffen und im Unterricht umgesetzt. Themen wie Anwendersysteme im Büro, Prozessdatenverarbeitung in der Industrie, Datenbanksysteme, Graphik- und Bildbearbeitung rückten stärker in den Mittelpunkt, wobei ein Themenkomplex immer in dem Dreischritt "Anwender-Know-How", "Theoretisch-technischer Hintergrund" und "Gesellschaftliche Relevanz" bearbeitet wurde. In der Sekundarstufe II wurde weiterhin gemäß den Kursstrukturplänen der Schwerpunkt auf der Erabeitung informatischer Inhalte mittels einer höheren Programmiersprache belassen.
Dank der Unterstützung durch das Hessische Institut für Bildungsplanung und Schulentwicklung (HIBS) konnten die Rechner des zweiten EDV-Raumes 1992 in ein lokales Netzwerk mit einem zentralen Server eingebunden werden. Damit war der Zugriff auf gemeinsame Ressourcen (Festplattenspeicher und Drucker) möglich. Parallel zu diesem Vorgehen wurden die HP-Rechner des anderen EDV-Raumes durch Computer der Leistungsklasse PC-AT (siehe Bild) mit 16 MHz Taktfrequenz und eigenen Festplatten ersetzt. Diese neuen Computer wurden ebenfalls in das lokale Netzwerk eingebunden.

Durch die lokale Vernetzung konnten jetzt auch Inhalte wie "Datenschutz in vernetzten Systemen" und "Grundlagen der Netzwerktechnologie" im Informatikunterricht behandelt werden.

Durch die Teilnahme an mehreren Modellversuchen des Hessischen Kultusministeriums und dank der Unterstützung durch den Hochtaunuskreis als Schulträger konnte die PRS in den folgenden Jahren mit der technologischen Entwicklung auf dem Hard- und Softwaremarkt Schritt halten und ihre Ausstattung regelmäßig erneuern und ergänzen. Einige wichtige Meilensteine auf diesem Weg sollen im folgenden dargestellt werden.


1994 Austausch der Schneider EuroPC-Rechner durch Geräte vom Typ Pentium I und Windows 3.1 als Clientbetriebssystem
1994Umsetzung des Serverbetriebbsystems auf Novell Netware
1996Austausch aller Geräte durch Computer der Pentium-Klasse und Umstieg auf Windows 95 als Clientbetriebssystem, Anbindung des Netzwerkes an das Internet
1998

Anbindung des Hauptgebäudes an das lokale Netzwerk und Installation mehrerer Computer in der Bibliothek, Einrichtung des Fremdsprachenraumes im D-Bau mit 13 Computern und Integration in das lokale Netzwerk, Umstellung des Serverbetriebssystems auf Windows NT

1999Erweiterung des Netzwerkes in vier Klassenräume im Hauptgebäude mit jeweils vier Computern, Austausch der Rechner in den zwei EDV-Räumen durch Geräte der Pentium II-Klasse und Windows 98 als Betriebssystem
2000Beginn des Ausstattungsprogramms "Schule digital" durch den Hochtaunuskreis als Schulträger und Aufnahme der PRS als Stützpunktschule für die Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer, Austausch der gesamten Netzwerkinfrastruktur durch Aufbau einer Gigabit-Vernetzung und Einrichtung eines weiteren EDV-Raumes mit 17 Rechnern im Hauptgebäude, Austausch der Serverfarm durch neue Geräte und Windows 2000 für Server und Clients
2002 Einrichtung des ersten Teambereichs im Hauptgebäude mit 33 Computern und Spezialtischen
2004Erweiterung des Netzwerkes in mehrere Klassenräume im D-Bau und in den Kunstbereich, Einrichtung des zweiten Teambereichs mit 2 mal 17 Laptops im Hauptgebäude
2005 Austausch der Serverfarm durch neue, wesentlich leistungsfähigere Geräte (XEON-Klasse)