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Gedenkstättenpädagogik

„Verstehen wird man es nie“-

Gedenkstättenbesuche an der PRS


An der PRS stehen Gedenkstättenbesuche schon in einer sehr langen Tradition des Geschichts- und des fächerübergreifenden Unterrichts. In der Sekundarstufe II gibt es mittlerweile schon die Tradition der freiwilligen Teilnahme von Schülerinnen und Schülern des Geschichts-Leistungskurses an einem Workshop in Oswiecim / Auschwitz, in der Sekundarstufe I wurden häufig besucht: Gedenkstätte KZ Buchenwald, Gedenkstätte Hadamar und KZ Walldorf (Mörfelden-Walldorf, Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof).


Foto: Leistungskurs Geschichte der Philipp-Reis-Schule (2008) vor der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Oswiecim

 

Lucas „Man realisiert das ganze Ausmaß des Verbrechens erst, wenn man in diesem riesigen KZ steht und weit und breit nur Hochspannungszäune und Baracken sieht.“

Rene: „Ich fühlte mich, als ob mir jemand meinen Brustkorb zerdrücken würde!“

Ilona: „Verstehen wird man es nie.“

Alex: „Der Besuch hat alles verändert. Die Welt sieht anders aus und dies bleibt so.“


Im Schuljahr 2012/13 hat die Schulkonferenz der PRS nun nach intensiver Vorarbeit eines Arbeitskreises ein Konzept zur Gedenkstättenpädagogik beschlossen.
Demnach werden alle Abschlussjahrgänge der Sekundarstufe I (9H, 10R, 10G) ein längerfristig angekündigtes Projekt von bis zu 3 Tagen durchführen, in dessen Rahmen auch der Besuch einer Gedenkstätte mit Vor- und Nachbereitung vorgesehen ist. Verantwortlich hierfür ist die jeweilige Geschichtslehrkraft in Absprache mit dem / der jeweiligen Klassenlehrer/in.
Der Besuch einer Gedenkstätte erfordert einen sensiblen Umgang mit Thema und Gruppe, Emotionen müssen begleitet und – wenn nötig – auch aufgefangen werden. Dies kann im Rahmen des Unterrichts nicht immer geleistet werden. Im Rahmen der bereits durchgeführten Gedenkstättenbesuche hat sich daher die Zusammenarbeit mit externen Fachkräften und freien Trägern bewährt, da eine außerunterrichtliche Bezugsperson Schülerinnen und Schülern über die fachliche Dimension hinaus auch emotional Ansprechbarkeit gewährleisten kann. Mit der jetzt an der PRS präsenten Schulsozialarbeit eröffnen sich zudem auch hier neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit.

Bisherige Kooperationspartner der PRS für Gedenkstättenbesuche:
basa, BDP, Diak. Werk Hochtaunus

 


Ansprechpartner zum Thema Gedenkstättenpädagogik an der PRS:

 

Andreas Schauer / Wiebke Stüben / Sven Küster

 


Foto: Leistungskurs Geschichte der Philipp-Reis-Schule beim Besuch des jüdischen Kulturzentrums in Oswiecim (2012)

 

 

Lisa: „Gerade diese persönlichen Geschichten von Häftlingen haben mich berührt.“

Anna:  „Vielfältige Sicht der schwierigen Thematik ist durch Besuch vor Ort möglich geworden.“

Jochen  „Es ist wichtig, bei einem derart schwierigen Thema jemanden in seiner Nähe zu wissen, der einem Halt geben kann.“

Victoria: „Erfahrungen, die unter die Haut gehen“.

Moritz: „Hier wird Geschichte lebendig.“

Christopher: „Erlebnis, das selbst der am besten vorbereitete Unterricht nicht vermitteln kann“.